Kirche engagiert sich

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Neue Seelsorgebeauftragte für das Feriendorf in Langenargen


Fakten zum Projekt

Dies sind die Ziele der Seelsorgebeauftragten in Langenargen:

  • Stärkung des geistlichen Lebens und Vermittlung einer Grundhaltung der Seelsorge
  • Entwicklung einer Kultur der Alltagsfrömmigkeit, zum Beispiel durch Alltagsrituale im Kinder- und Jugendprogramm
  • Schaffung von pastoralen Angeboten sowie Organisation von Veranstaltungen und kontinuierlichen Kooperationsprojekten für die Familien im Feriendorf
  • Entwicklung und Erneuerung von Gemeinschaft und Solidarität in den Familien
  • Integration ins Familiendorf, Erkennen von besonderen Bedürfnissen von Familien sowie vielfältiger Austausch mit den Gästen und dem Team im Feriendorf
  • Ganzheitlicher Blick auf das Wirken des Feriendorfes

Schon der normale Alltag in vielen Familien lässt kaum Freiräume für Entspannung und Erholung. Wenn dann zusätzlich noch demenzkranke Angehörige gepflegt oder Menschen mit Behinderungen versorgt werden müssen, bedeutet dies eine ungeheuer große Belastung, die für manche bis an die Grenzen des Erträglichen gehen kann.

Um solchen Familien zusätzliche Hilfe und Unterstützung bieten zu können, hat das Familienerholungswerk der Diözese Rottenburg-Stuttgart e.V. (kurz: FEW) das Projekt „Seelsorge ist Menschen-Sorge“ gestartet. Es stellt eine Ergänzung zur normalen Tätigkeit des FEW dar, das drei gemeinnützige Feriendörfer betreibt und sich zum Ziel gesetzt hat, Familien gemeinsame Ferien zu ermöglichen. Jedes dieser Feriendörfer bietet ein vielfältiges Programm an Sport, Unterhaltung, Vorträgen, Festen und Gottesdiensten. Kinder und Jugendliche finden in dem Dorf schnell Freunde und erleben wunderbare Gemeinschaft und Erholung.

Familien in schwierigen Lebenslagen erhalten jetzt zusätzliche Angebote und Unterstützung von Ulrike Schuler. Sie ist seit April 2016 als Seelsorgebeauftragte in Langenargen am Bodensee tätig – unter anderem dank der Unterstützung durch die Bischof-Moser-Stiftung. Ihr wichtigstes Ziel: Sie möchte für belastete Familien eine Atmosphäre des Vertrauens und des Wohlfühlens schaffen.

Zu diesem Zweck bietet Frau Schuler den Familien regelmäßig Gebetszeiten und Gottesdienste an. Dank ihrer Erfahrung als Erzieherin in Kindergärten und in der Jugendarbeit findet sie auch und gerade zu den Kindern einen natürlichen, direkten Bezug. Zusätzlich bietet die ausgewiesene Expertin für Heilpflanzen und Kräuter ihr Wissen über die Heilkunde der heiligen Hildegard von Bingen an. So versetzt sie Familien auch in die Lage, sich stärkende, heilende und schmackhafte Kostproben aus dem Reichtum der Natur selbst herzustellen.

In liturgischen Feiern und durch Gespräche mit Eltern und Kindern verknüpft Ulrike Schuler das Heilende mit dem Glauben an Gottes Güte. Dabei ist es ihr erklärtes Ziel, dass ihre Seelsorge von den Familien als ansprechend, wohltuend, hilfreich und trostspendend empfunden wird – kurz: „feriengerecht“. 

So besucht Ulrike Schuler zum Beispiel gemeinsam mit den Familien ein Bienenhaus inmitten einer blühenden Wiese und studiert gemeinsam mit den Gästen das emsige Leben der Bienen. Jung und Alt verbringen bei ihr eine angenehme Zeit und lernen nebenbei, die Natur zu schätzen und zu schützen.

Ihre Dienste werden von den Familien dankbar angenommen. Manche erleben dadurch ganz neu, wie der Glaube an Gott den Alltag bereichern kann und dass seine guten Gaben aus der Natur in vielen Situationen Hilfe und Kraft schenken.

Rolf Seeger, ein Vorstand der Bischof-Moser-Stiftung, hat Ulrike Schuler bei einem ihrer Arbeitstage begleitet. Dabei konnte er sich davon überzeugen, dass die Mittel der Stiftung für diese Form der Familienförderung sehr gut angelegt sind … und dass die positiven Impulse den Familien über die Ferienzeit hinaus neue Kraft schenken können.

Abschließend möchten wir von der Bischof-Moser-Stiftung uns herzlich bedanken: Bei Ulrike Schuler und den vielen engagierten Mitarbeitern im Feriendorf für ihre großartige Arbeit und natürlich bei den vielen guten Menschen, die durch ihre Zuwendungen diese wertvolle Einrichtung überhaupt erst ermöglichen. 

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